29. Oktober 2014

Gegrillte Melanzani mit Granatapfel.

Diese gebackenen Auberginen habe ich in Ottolenghis Genussvoll Vegetarisch Kochbuch entdeckt. Das Zusammenspiel der Farben hat mir wunderbar gefallen! Obwohl ich ja eigentlich kein Vegetarier bin, liebe ich doch fleischlose Gerichte sehr.

Als ich das Gericht einigen Freundinnen vorgesetzt habe, kam es gut an. Darüber hinaus merkte eine von ihnen an, dass sie das Rezept von ihrer jüdischen Schwiegermama kennt. Es scheint also recht authentisch zu sein.

Ich würde euch übrigens davon abraten, die Granatapfelkerne einzufrieren. Ich habe das getan, und sie verlieren durch das Einfrieren ihre schöne knalliger Farbe.


Zutaten (ohne Mengenangaben, diesmal nach Gefühl!):
  • Melanzani (Auberginen)
  • Olivenöl
  • Joghurt
  • Granatapfelkerne
  • Knoblauch
  • Salz, Pfeffer, Couscousgewürz (alternativ passt gut: Knoblauch, Ingwer, Curcuma, Cardamom, Coriander, Kreuzkümmel, Paprika,...)

Zubereitung:
  1. Melanzani der Länge nach mit Stängel halbieren.
  2. Mit recht viel Öl großzügig einpinseln.
  3. Salzen und bei ca. 190° mit der Schnittfläche nach oben im Ofen backen, bis sie weich sind (d.h. sie leicht braun werden, bzw. nach ca. 30 min) .
  4. Joghurt mit Gewürzen und zerdrücktem Knoblauch verrühren und auf die leicht überkühlten Melanzani geben.
  5. Mit Gewürzen und Granatapfelkernen bestreuen.
Vor einem Jahr gab es: Flammkuchen mit Kürbis.
Vor zwei Jahren gab es: Gerstelrisotto.
Vor drei Jahren gab es: Bananenroulade.

27. Oktober 2014

Die Gustav - ein Ausflug ins Ländle.

Gustav ist nicht nur ein sehr wohlklingender Männername (ich kenne keinen einzigen persönlich, auch wenn ich Gustav Mahler sehr verehre!), sondern auch der Name einer ziemlich tollen Messe in Dornbirn. Dornbirn, ihres Zeichens eine sympathische Stadt in Vorarlberg.

Die Gustav versteht sich selbst weniger als schnöde Messe, sondern als Salon für Konsumkultur. Essen und Design geben sich hier die Klinke in die Hand.

In den Messehallen, unterteilt in verlockende Namen wie Arbeits-, Wohn- oder Badezimmer, fanden sich wahrhaftige Schätze.
Als wahrer Foodie, der ich nun bin, habe ich mich hemmungslos durch sämliche Angebote durchgekostet. Ich habe Eierlikör schnabuliert, Speck geschmaust, Marmelade gelöffelt, Honig verputzt, Goldkehlchen-Cider (einer meiner Messelieblinge, aus meiner Heimat Steiermark!) gesüffelt, Senf gekostet (für den Physalissenf von dazu würde ich weite Strecken auf mich nehmen!),...

Es blieb nicht beim Ausprobieren. Weszeli Weine haben mit ihren wunderschönen Etiketten und dem facettenreichen Geschmack überzeugt und werden demnächst flaschenweise ins Hause Ginger angeliefert. Schuld daran hat auch die Gute Güte, die sich die Portokosten teilt.

Und weil ich hier nur weiter Lobeshymnen schwingen würde: genießt meine Design- und Food-Favoriten einfach visuell:

(Unbedingt Nachberichte von meinen Mitreisenden Caro  - Ach du gute Güte - und Claudia von Geschmeidige Köstlichkeiten lesen!)






















16. Oktober 2014

Mein New York.

Nachdem mein Post mit den Einkaufsgeheimnissen aus New York so gut angekommen ist, hab ich mir gedacht, ich teile einige meiner Fotos dieser Reise mit euch. Wer will schon zuhause einen beschaulichen Diaabend veranstalten, wenn er im selben Moment seine Fotos mit Millionen von Lesern teilen könnte (rein theoretisch, denn ich habe keine Millionen von Lesern).

Da dies bereits mein zweiter New York Besuch war, habe ich  auf zu viele Fotos von gelben Taxis, der Skyline und der Freiheitsstatue verzichtet und mich auf andere Details konzentiert, die für mich die Stimmung der Stadt einfangen.


Diese kleine Meerjungfrau kann man am Fuße den Rockefeller Centers finden. Sie ist Teil einer kleinen Brunnenanlage ganz in der Nähe von dessen Plaza, an dem sich im Winter der berühmte Eislaufplatz und der Weihnachtsbaum befinden.


New York ist laut und hektisch, diese Aussage überrascht sicher niemanden. Und trotzdem war ich bei meinem zweiten Besuch der Stadt überrascht, wie laut sie war. Vielleicht lag es daran, dass ich bei meinem ersten Besuch zu erschlagen von den ganzen Eindrücken war, um den Lärm überhaupt wahrzunehmen.


Und hier, einer der stillsten Orte Manhattans, die Metrostation am World Trade Center. Nicht primär wegen der Bedeutung dieses Platzes, obwohl das nicht von der Hand zu weisen ist. Aber auch weil dieser Durchgang aus weißem Marmor erst in einigen Monaten ein Luxuskaufhaus wird. Nun steht dort ein Mann in der Ecke, der den lieben langen Tag die schmutzigen Fußabtritte der Vorbeigehenden mit dem Wischmop ausradiert.


Am Ende dieses Korridors fängt die Geschäftigkeit auch wieder an. Man ist auf Menschenmassen gerüstet.




Am Rande von Chinatown, kurz bevor die Straße mit der Manhattan Bridge verschmilzt, befinden sich die weniger mondänen Ecken von New York, einen Steinwurf von der Hipsterhochburg Dumbo (Abkürzung für Down Under the Manhattan Bridge Overpass) entfernt.


Die Queensboro Bridge spannt sich über den East River und Roosevelt Island. Mit einer Tram kann man von der 59th Street direkt auf die Insel schweben und hat einen tollen Ausblick - zum Preis eines Single Ride. Die ehemaligen Straf- und Krankeninsel hat für mich immer noch eine beklemmende Ausstrahlung. Wer sich in dieser Stimmung suhlen möchte, Nellie Bly hat sich 1887 in die hiesige Irrenanstalt einschmuggeln lassen und danach Ten Days in A Madhouse geschrieben.

 

Hot Dog Stände gibt es in NYC wie Sand am Meer. Sie reihen sich wie Perlen an einer Kette manche Straßenzüge entlang. Über den kulinarischen Mehrwert lässt sich streiten. Ich empfehle, stattdessen in ein Diner zu gehen (mein Favorit in New York: Der Gavel Grill auf Staten Island ist herrlich unprätentios und nicht so überlaufen wie andere bekanntere Diners in Manhattan. Und er serviert einen verdammt guten Blaubeerkuchen!

12. Oktober 2014

Pumpkin Rolls - Kürbisschnecken.

Ach, der Kürbis. Ich frag mich, wann ich genug von ihm habe. Oder wann die werten Leser von ihm genug haben (schließlich ist das vorletzte Rezept ein Kürbiskuchen!).

Dieses Mal gibt es ihn wieder süß verpackt. Ich würde gern behaupten, dass eine Mehlspeise dann gesünder wird. Aber irgendwie bezweifle ich es. Aufregender wird sie dadurch allemal. Also, fasst euch ein Herz, heizt das Backrohr an und los geht's!


Zutaten:
Germteig:

  • 1/2 Tasse Milch (100 ml)
  • 1/3 Tasse Zucker (33 ml)
  • 1 Ei
  • 1 Packung Vanillepuddingpulver
  • 2 1/2 Tassen Mehl (500 ml)
  • 1 TL Trockengerm/Trockenhefe
  • 1/4 TL Salz
  • 50 g Butter

Kürbisfülle:
  • 100 ml Kürbispüree (Hokkaido)
  • 2 EL brauner Zucker
  • 1 TL Pumpkin Spice (alternativ: Ingwer, Piment, Muskat, Zimt)

Frischkäsefrosting:
  • 100 g Frischkäse
  • 3 EL Milch
  • 3 EL Staubzucker
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 1 TL Pumpkins Spice 




 Zubereitung:

  1. Milch erwärmen, alle Zutaten bis auf Mehl, Puddingpulver und Ei darin auflösen. Nicht zu heiß werden lassen!
  2. Zum Mehl und Pudding geben, mit dem Ei 5 min lang mit dem Knethaken verkneten.
  3. Zugedeckt an einen warmen Ort stehen lassen, 1-2 Stunden gehen lassen.
  4. Den in Hokkaido mithilfe eines Dampfeinsatzes weich dünsten und zu einem Mus pürieren, abkühlen lassen.
  5. Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, mit Kürbis bestreichen und dem Zucker und Gewürz bestreuen. Fest einrollen und in ca 4-5 cm dicke Schnecken schneiden.
  6. In eine ausgebutterte Form legen, an einem warmen Ort 1-2 Stunden gehen lassen.
  7. Bei 220° ca 25 min backen - die ersten 15 min mit Alufolie bedecken!
  8. Für die Glasur Frischkäse und gesiebten Staubzucker  mit dem Handmixer vermixen. Langsam Milch zugeben, bis die Glasur die gewünschte Dicke erreicht. Über die Kringel geben.



Vor einem Jahr gab es: Kärntner Reindling.
Vor zwei Jahren gab es: Kebap aus dem Backrohr.
Vor drei Jahren gab es: Grießschmarrn.