16. Oktober 2014

Mein New York.

Nachdem mein Post mit den Einkaufsgeheimnissen aus New York so gut angekommen ist, hab ich mir gedacht, ich teile einige meiner Fotos dieser Reise mit euch. Wer will schon zuhause einen beschaulichen Diaabend veranstalten, wenn er im selben Moment seine Fotos mit Millionen von Lesern teilen könnte (rein theoretisch, denn ich habe keine Millionen von Lesern).

Da dies bereits mein zweiter New York Besuch war, habe ich  auf zu viele Fotos von gelben Taxis, der Skyline und der Freiheitsstatue verzichtet und mich auf andere Details konzentiert, die für mich die Stimmung der Stadt einfangen.


Diese kleine Meerjungfrau kann man am Fuße den Rockefeller Centers finden. Sie ist Teil einer kleinen Brunnenanlage ganz in der Nähe von dessen Plaza, an dem sich im Winter der berühmte Eislaufplatz und der Weihnachtsbaum befinden.


New York ist laut und hektisch, diese Aussage überrascht sicher niemanden. Und trotzdem war ich bei meinem zweiten Besuch der Stadt überrascht, wie laut sie war. Vielleicht lag es daran, dass ich bei meinem ersten Besuch zu erschlagen von den ganzen Eindrücken war, um den Lärm überhaupt wahrzunehmen.


Und hier, einer der stillsten Orte Manhattans, die Metrostation am World Trade Center. Nicht primär wegen der Bedeutung dieses Platzes, obwohl das nicht von der Hand zu weisen ist. Aber auch weil dieser Durchgang aus weißem Marmor erst in einigen Monaten ein Luxuskaufhaus wird. Nun steht dort ein Mann in der Ecke, der den lieben langen Tag die schmutzigen Fußabtritte der Vorbeigehenden mit dem Wischmop ausradiert.


Am Ende dieses Korridors fängt die Geschäftigkeit auch wieder an. Man ist auf Menschenmassen gerüstet.




Am Rande von Chinatown, kurz bevor die Straße mit der Manhattan Bridge verschmilzt, befinden sich die weniger mondänen Ecken von New York, einen Steinwurf von der Hipsterhochburg Dumbo (Abkürzung für Down Under the Manhattan Bridge Overpass) entfernt.


Die Queensboro Bridge spannt sich über den East River und Roosevelt Island. Mit einer Tram kann man von der 59th Street direkt auf die Insel schweben und hat einen tollen Ausblick - zum Preis eines Single Ride. Die ehemaligen Straf- und Krankeninsel hat für mich immer noch eine beklemmende Ausstrahlung. Wer sich in dieser Stimmung suhlen möchte, Nellie Bly hat sich 1887 in die hiesige Irrenanstalt einschmuggeln lassen und danach Ten Days in A Madhouse geschrieben.

 

Hot Dog Stände gibt es in NYC wie Sand am Meer. Sie reihen sich wie Perlen an einer Kette manche Straßenzüge entlang. Über den kulinarischen Mehrwert lässt sich streiten. Ich empfehle, stattdessen in ein Diner zu gehen (mein Favorit in New York: Der Gavel Grill auf Staten Island ist herrlich unprätentios und nicht so überlaufen wie andere bekanntere Diners in Manhattan. Und er serviert einen verdammt guten Blaubeerkuchen!

12. Oktober 2014

Pumpkin Rolls - Kürbisschnecken.

Ach, der Kürbis. Ich frag mich, wann ich genug von ihm habe. Oder wann die werten Leser von ihm genug haben (schließlich ist das vorletzte Rezept ein Kürbiskuchen!).

Dieses Mal gibt es ihn wieder süß verpackt. Ich würde gern behaupten, dass eine Mehlspeise dann gesünder wird. Aber irgendwie bezweifle ich es. Aufregender wird sie dadurch allemal. Also, fasst euch ein Herz, heizt das Backrohr an und los geht's!


Zutaten:
Germteig:

  • 1/2 Tasse Milch (100 ml)
  • 1/3 Tasse Zucker (33 ml)
  • 1 Ei
  • 1 Packung Vanillepuddingpulver
  • 2 1/2 Tassen Mehl (500 ml)
  • 1 TL Trockengerm/Trockenhefe
  • 1/4 TL Salz
  • 50 g Butter

Kürbisfülle:
  • 100 ml Kürbispüree (Hokkaido)
  • 2 EL brauner Zucker
  • 1 TL Pumpkin Spice (alternativ: Ingwer, Piment, Muskat, Zimt)

Frischkäsefrosting:
  • 100 g Frischkäse
  • 3 EL Milch
  • 3 EL Staubzucker
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 1 TL Pumpkins Spice 




 Zubereitung:

  1. Milch erwärmen, alle Zutaten bis auf Mehl, Puddingpulver und Ei darin auflösen. Nicht zu heiß werden lassen!
  2. Zum Mehl und Pudding geben, mit dem Ei 5 min lang mit dem Knethaken verkneten.
  3. Zugedeckt an einen warmen Ort stehen lassen, 1-2 Stunden gehen lassen.
  4. Den in Hokkaido mithilfe eines Dampfeinsatzes weich dünsten und zu einem Mus pürieren, abkühlen lassen.
  5. Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, mit Kürbis bestreichen und dem Zucker und Gewürz bestreuen. Fest einrollen und in ca 4-5 cm dicke Schnecken schneiden.
  6. In eine ausgebutterte Form legen, an einem warmen Ort 1-2 Stunden gehen lassen.
  7. Bei 220° ca 25 min backen - die ersten 15 min mit Alufolie bedecken!
  8. Für die Glasur Frischkäse und gesiebten Staubzucker  mit dem Handmixer vermixen. Langsam Milch zugeben, bis die Glasur die gewünschte Dicke erreicht. Über die Kringel geben.



Vor einem Jahr gab es: Kärntner Reindling.
Vor zwei Jahren gab es: Kebap aus dem Backrohr.
Vor drei Jahren gab es: Grießschmarrn.

30. September 2014

Quinoasalat mit Trauben und allerlei Gemüse.

Letzte Woche kamen einige der Salzburger Blogger relativ kurzfristig angekündigt bei mir zuhause vorbei. Das wär an und für sich kein Problem, im Gegenteil! Diese illustre Gruppe ist bei mir gern gesehen. Allerdings hat sich bei unseren Treffen eine gewisse Tradition durchgesetzt: wir schlemmen gern. Und deswegen musste ganz rasch was her, mit Resten aus dem Kühlschrank, denn einkaufen gehen war zeitlich nicht mehr drin.



Zutaten:
  • 300 g Quinoa
  • 1 Gemüsesuppenwürfel 
  • 1 EL Couscousgewürz (alternativ: eine Mischung aus Ingwer, Curcuma, Cardamom, Coriander, Kreuzkümmel, Zimt, Paprika, Fenchel, Anis, Vanille, Nelken)
  • 10 Kirschtomaten
  • 1 Bund Radieschen
  • 2 Handvoll blaue Trauben, kernlos
  • 2 Karotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL Joghurt
  • 1 EL Zitronensaft
  • 5 EL Olivenöl
  • 2 EL grob gehobelter Parmesan
  • 100 g Feta


Zubereitung:
  1. Quinoa heiß abspülen, um die Bitterstoffe zu lösen.
  2. Wasser mit Suppenwürfel zum Kochen bringen, den Quinoa darin nach Packungsanleitung weich kochen, kalt abspülen.
  3. In eine Schüssel geben und mit dem Couscousgewürz vermengen.
  4. Radieschen in feine Streifen, Tomaten in kleine Spalten, Trauben in Viertel schneiden.
  5. Karotten im Foodprozessor zerkleinern oder raspeln.
  6. Knoblauch pressen und mit Joghurt, Zitronensaft und Öl zu einem Dressing verrühren.
  7. Mit dem Gemüse und Quinoa, sowie dem Käse vermengen.
Vor einem Jahr gab es: Pumpkin Pie.
Vor zwei Jahren gab es: Cremiges Erdäpfelgulasch.
Vor drei Jahren gab es: Apfelsoufflé.





28. September 2014

Pumpkin Pie: Ginger Abroad!

Wenn ich in fremden Ländern unterwegs bin, macht es mir besonders Freude, durch die örtlichen Supermärkte zu streunern. Ich inspiziere die Reihen mit den Backzutaten genauso gern wie die lokalen Sehenswürdigkeiten. Ich nenn es Rechereche, meine Reisebegleitungen nennen es furchtbar fad.

Aber hätte ich das nicht vor einem Monat gemacht, als ich in New York war, könnte ich euch nun nicht meinen neuen, verbesserten Kürbiskuchen präsentieren! Vielleicht kann sich jemand erinnern, dass ich genau vor einem Jahr ein solches Rezept bereits gepostet habe. Aber nun muss ich sagen: es geht noch besser. Dank des Rezepts auf der Dose von McCormicks Kürbisgewürz bin ich nun überzeugter denn je von dieser amerikanischen Köstlichkeit.

Wer übrigens keine Dose Kürbispüree zuhause hat, kann auch einfach selbst welches machen: In A Jelly Jar erklärt es euch.



Zutaten für eine amerikanische Pieform, Durchmesser ca. 20 cm

Teig: 
Um die 200g Mürbteig eurer Wahl (die Mengenangabe des Rezepts vom letzten Jahr ist zu viel, ihr braucht eher die Hälfte davon)

Füllung:
  • 1 Ei
  • 1 Dose gezuckerte Kondensmilch (375 g)
  • 1 Dose Kürbispüree (425 g)
  • 1 EL Pumpkin Spice (als Alternative Piment, Zimt, Muskatnuss, Ingwer)

Zubereitung:
  1. Mürbteig flach ausrollen und in die Form geben.
  2. Die restlichen Zutaten miteinander verrühren und in die Form gießen.
  3. Bei 175° etwa 1 Stunde backen. Sollte der Kuchen zu braun werden, mit Alufolie bedecken. Vorsicht, dass die Folie nicht den Teig berührt!

Und hier noch ein Foto von mir, zwar nicht im Supermarkt, aber auch an einem sehr netten Platz in NYC.



Vor einem Jahr gab es: Pumpkin Pie Version 1.
Vor zwei Jahren gab es: Tortillateig.
Vor drei Jahren gab es: Kürbisgugelhupf.