28. August 2014

Topfen-Mohnknöderl auf Zwetschkenröster.

Normalerweise mache ich die Topfenknödel immer nach diesem Rezept, das ich schon vor zweieinhalb Jahren gepostet habe (was für ein Unterschied in der Bildqualität! Ich hab mich wirklich verbessert.).
Nun habe ich aber das Mohnkochbuch von Margarete Greßl und Martin Bichler geschenkt bekommen und dachte mir, ich probiere einmal deren Rezept aus. Auch diese Knödel schmecken ganz fein, leider sind sie aber sehr empfindlich. Sie sind mir beinahe beim Kochen zerfallen. Hier muss man wirklich aufpassen, dass man sie nicht überkocht. Meiner Meinung nach ist die angegebene Kochzeit einfach zu lange. Hier meine Adaption.

Zutaten:
  • 250 g Topfen
  • 50 g Brösel
  • 1 Ei
  • 1 Vanillezucker
  • 35 g Speisestärke
  • 50 g Zucker
  • 2 EL Mohn
  • 50 g Brösel
  • 50 g Butter


Zubereitung:
  1. Topfen durch ein Sieb passieren. 
  2. Mit den restlichen Zutaten zu einem Teig vermengen.
  3. Fünf Minuten ruhen lassen, danach kleine Knöderl mit bemehlten Händen formen.
  4. In leicht simmerndes Salzwasser einlegen, etwa 10-15 min ziehen lassen.
  5. Butter zerlassen und Brösel darin bräunen, Knöderl darin wenden.



Zwetschkenröster:
Etwa 7 kleingeschnittene Zwetschken, einen Schuß Rum mit Zimt, Nelken und Zucker nach Geschmack weich kochen, etwas mit dem Kartoffelstampferl zerdrücken.

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25. August 2014

Mohnplunder.

Es ist Zeit, dass sich ein weiteres Mohngebäck einreiht in die Reihe meiner Mohnbackwaren (nach Mohnstreuseltorte, Mohn-Ribisel-Wellen und Mohngugelhupf). 
Für dieses Mohnplunder habe ich fertigen Teig verwendet. Ich weiß, wie man Plunder selber macht, aber für diesen Anlass war mit der Aufwand etwas zu hoch, es musste einfach schnell gehen. Manchmal darf man schummeln!

Zutaten für etwa 8-10 Stück:
  • 1 Stück fertiger Plunderteig aus der Kühlung (400 g)
  • 100 g gemahlener Mohn
  • 1/8 l Milch
  • 1 EL Butter
  • 25 g Zucker
  • etwas Zimt
  • Schuss Rum
  • 1 Ei zum Bestreichen
  • etwas Zitronensaft und Staubzucker zum Glasieren
  • Pistazien zum Verzieren


Zubereitung:
  1. Milch mit Mohn, Zucker, Rum und Zimt erwärmen, bis sich eine dicke Paste gebildet hat.
  2. Plunder der länge nach halbieren.
  3. Die Teigränder rechts und links je ein Drittel tief einschneiden (hier sieht man das ganz gut), im Abstand von etwa 2 cm. Mit der Mohnfüllung bestreichen, die Ränder abwechselnd über die Mitte legen.
  4. "Teigwurst" in etwa vier Teile schneiden, es macht nichts, wenn die Füllung herausläuft.
  5. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben, mit dem verquirlten Ei bestreichen.
  6. Etwa 15 min bei 190° backen.
  7. Nach dem Erkalten Staubzucker mit ein paar Tropfen Zitronensaft verrühren und über die Stücke sprenkeln. Mit Pistazien bestreuen.
Vor zwei Jahren gab es: Rapunzelsalat mit Pfirsich.
Vor einem Jahr gab es: Quiche mit Strankerl.
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22. August 2014

Polsterzipf.

Ich habe wahnsinnig nette Freunde. Solche, die mir selbst gemachte Heidelbeermarmelade schenken, und solche die mich zu Kaffee und Kuchen einladen. Und warum nicht beides verbinden und zum Besuch der einen, Gebäck aus der Marmelade der anderen mitzubringen?



Ein steirisches Rezept, das ich immer schon mal ausprobieren wollte, sind Polsterzipf. Ein sehr einfacher Topfenteig mit viel Butter, der an Blätter- oder Plunderteig erinnert. Polsterzipf sind ganz frisch am besten. Am nächsten Tag schmecken sie etwas zäh und trocken, am ersten jedoch buttrig und fluffig.



Zutaten für etwa 30 Stück:

Teig:

  • 250 g Butter
  • 250 g Topfen (Quark), 20%
  • 250 g Mehl (ich hab ein spezielles verwendet, aber am besten geht glattes)
  • Prise Salz




Füllung:
  • 100 g Heidelbeeren
  • 100 g Heidelbeermarmelade
  • (diese Zutaten sind durch anderes Obst bzw. 200 g Marmelade beliebig austauschbar)
  • Staubzucker zum Bestreuen, Mehl für die Arbeitsfläche


Zubereitung:
  • Teigzutaten verkneten, zu einem flachen Laib drücken, mit Frischhaltefolie abgedeckt 1h im Kühlschrank rasten lassen.
  • Heidelbeeren und Marmelade miteinander verrühren.
  • Zu einem Quadrat (48 cm) ausrollen und mit dem Messer oder Teigrad 8 cm große Quadrate ausschneiden. 
  • Mit etwas Obst füllen, die Ecken zum Dreieck zusammenschlagen und festdrücken. Mit einer Gabel die Seiten einrändeln.
  • Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben (ich habe zirka zehn Stück pro Blech gebraucht) und mit der Gabel einpieksen, damit Luft entweichen kann.
  • Bei 180° etwa 15 min backen.
  • Abkühlen lassen und mit Staubzucker bestreuen.


Vor zwei Jahren gab es: Apfelnockerl.
Vor einem Jahr gab es: Peanutbutter Jelly Bars.
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19. August 2014

Nelkentorte - mein Beitrag für 'we love the 50s'.

Conny von Blog In a jelly jar hat zu einem spannenden Event aufgerufen: Kochen oder Backen wie in den Fünfzigern. So ein Vintage-Thema zog mich natürlich gleich magisch an. Aber was ist denn für mich typisch Fifites? Nussecken? Toast Hawaii? Nein, für mich ist es die Buttercreme.

Nach langen Jahren der Entbehrungen und Lebensmittelknappheit entdeckete man in der Nachriegszeit wieder üppige Rezepte. Man hatte keine Angst vor Hüftgold, Lebensmittel waren langsam erschwinglich geworden und so regierten mit die Buttercreme fette, süße, völlernde Rezepte die Konditioreien und Haushalte. Und Haushalt hieß - die Frau. "Ein Mann will täglich auf's Neue gewonnen sein!" und "Eine Frau hat zwei Lebensfragen - was soll ich anziehen und was soll ich kochen?" - haarsträubende Zitate aus einer alten Dr. Oetker Werbung (unbedingt ansehen!).


Also, lasst und nicht zu sehr in Nostalgie schwärmen und gleich zum Rezept der Nelkentorte kommen, einem echten Fünfziger Jahre Schatz aus dem Fundus meiner Schwiegereltern. Die habe ich so noch nirgendwo anders gesehen. Und die Fotoqualität ist heute absichtlich etwas retro.




Zutaten für eine 26 cm Springform:
  • 250 g Honig
  • 50 g brauner Rohrzucker
  • 50 g Butter
  • 2 Eier
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 3 Tropfen Bittermandel
  • 1 TL Zimt, gemahlen
  • 1 TL Nelken, gemahlen
  • 1 Prise Salz
  • 250 g Mehl
  • 3 TL Backpulver

Buttercreme:
  • 1/2 l Milch
  • 1 Packung Vanillepuddingpulver
  • 4 EL Zucker
  • 200 g Butter

Füllung:
  • 70 g Orangenmarmelade
  • Schokoraspeln
  • Mandelblättchen


Zubereitung:
  1. Honig, Rohrzucker und Butter langsam auf kleiner Flamme zerlassen, abkühlen lassen.
  2. Eier, Gewürze, Salz und Vanillezucker zur Honigmasse geben und verrühren.
  3. Das mit Backpulver versiebte Mehl esslöffelweise unterrühren.
  4. In eine mit Backpapier am Boden ausgelegte Springform füllen, bei 180° etwa 40 min backen (unbedingt Stäbchenprobe machen, wenn der Teig zu sehr dunkelt, mit Alufolie abdecken!).
  5. Für die Buttercreme Pudding nach Packungsanleiten kochen, abkühlen lassen, und während des Kühlens öfters umrühren, sodass sich keine Haut bildet.
  6. Zimmerwarme Butter flaumig rühren, Vanillepudding esslöffelweise unterrühren.
  7. Abgekühlte Torte in der Mitte halbieren, mit Orangenmarmelade bestreichen und etwa 1/3 der Buttercreme auftragen. Wieder zusammensetzen, mit der restlichen Buttercreme bestreichen und mit Schokoraspeln und Mandelbättchen verzieren.
www.inajellyjar.com/we-love-the-50s/#more-2256
Vor zwei Jahren gab es: Paprikakraut mit Faschiertem.
Vor einem Jahr gab es: Joghurt-Lachs-Terrine auf Kräutersockel.

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